Einbürgerungstest Schweiz › Graubünden
Einbürgerungstest im Kanton Graubünden: Fragen, Ablauf und Voraussetzungen
Für die Einbürgerung im Kanton Graubünden brauchen Sie mindestens 10 Jahre Aufenthalt in der Schweiz und eine Niederlassungsbewilligung C. Zusätzlich gilt diese Wohnsitzfrist: 3 Jahre. Prüfung der Grundkenntnisse: Gespräch. Sprachnachweis: B1 mündlich, A2 schriftlich (Mindestanforderung Bund).
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Das Wichtigste im Überblick
| Hauptort | Chur |
|---|---|
| Einwohner | 207'000 |
| Amtssprache(n) | Deutsch, Rätoromanisch, Italienisch |
| Gemeinden | 100 |
| Bezirke | 11 |
| Regierung | Regierung (5 Mitglieder) |
| Parlament | Grosser Rat (120 Mitglieder) |
| Wohnsitzfrist Kanton/Gemeinde | 3 Jahre |
| Sprachnachweis | B1 mündlich, A2 schriftlich (Mindestanforderung Bund) |
| Grundkenntnistest | Gespräch |
| Gut zu wissen | Grösster Kanton (Fläche). Dreisprachig. Davos (WEF). Engadin. |
Ablauf der Einbürgerung in 7 Schritten
- Voraussetzungen prüfen. Mindestens 10 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, davon 3 in den 5 Jahren vor dem Gesuch. Die Jahre zwischen dem 8. und 18. Geburtstag zählen doppelt, der tatsächliche Aufenthalt muss aber mindestens 6 Jahre betragen. Jahre mit Ausweis N oder L zählen nicht, mit Ausweis F nur zur Hälfte. Sie brauchen eine Niederlassungsbewilligung C.
- Kantonale Wohnsitzfrist erfüllen. Im Kanton Graubünden: 3 Jahre.
- Sprachnachweis erbringen. Niveau: B1 mündlich, A2 schriftlich (Mindestanforderung Bund). Der Nachweis gilt für die Amtssprache am Wohnort (Deutsch, Rätoromanisch, Italienisch).
- Gesuch einreichen. Je nach kantonalem Recht bei der Wohngemeinde oder beim Kanton. In den 3 Jahren vor dem Gesuch und während des Verfahrens dürfen Sie keine Sozialhilfe beziehen, ausser sie wird vollständig zurückbezahlt. Manche Kantone verlangen eine längere Frist.
- Grundkenntnisse nachweisen. Im Kanton Graubünden: Gespräch. Geprüft werden Politik, Geschichte, Geografie und Gesellschaft der Schweiz sowie des Kantons. In manchen Kantonen ist der Nachweis bereits dem Gesuch beizulegen.
- Prüfung durch Gemeinde und Kanton. Sie prüfen die Integration, oft in einem Einbürgerungsgespräch. Ist das Ergebnis positiv, leiten sie das Gesuch an das Staatssekretariat für Migration (SEM) weiter.
- Bundesbewilligung und Entscheid. Das SEM erteilt die Einbürgerungsbewilligung des Bundes. Danach entscheidet der Kanton innerhalb eines Jahres über die Einbürgerung. Mit dem rechtskräftigen Entscheid erhalten Sie das Gemeinde-, Kantons- und Schweizer Bürgerrecht.
Die Rolle der Gemeinde
Das Schweizer Bürgerrecht hat drei Ebenen: Gemeinde, Kanton und Bund. Im Kanton Graubünden gibt es 100 Gemeinden in 11 Bezirken.
Die Wohngemeinde ist meist die erste Anlaufstelle: Sie nimmt das Gesuch entgegen oder wirkt beim Verfahren mit, führt häufig das Einbürgerungsgespräch und entscheidet in vielen Kantonen über das Gemeindebürgerrecht. Je nach Kanton gilt zusätzlich eine Mindestwohndauer in der Gemeinde, und Gebühren sowie Fristen unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde.
Je nach Kanton und Gemeinde können auch Fragen zur Wohngemeinde gestellt werden, etwa zu Behörden, Angeboten oder lokaler Geschichte. Die verbindlichen Angaben erhalten Sie bei der Einwohnerkontrolle oder der Einbürgerungsstelle Ihrer Gemeinde.
Beispielfrage zum Kanton Graubünden
Was ist die Besonderheit des Kantons Graubünden?
- Kleinster Kanton
- Dreisprachig (Deutsch, Romanisch, Italienisch)
- Nur eine Gemeinde
- Kein Kantonsparlament
Antwort anzeigen
Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton der Schweiz.
Beispielfragen Staatskunde Schweiz
Was bedeutet Gewaltenteilung?
- Polizei und Militär dürfen Gewalt anwenden.
- Macht auf Staat und Kirche verteilt.
- Staatsgewalt auf Regierung, Parlament, Gerichte verteilt.
- Macht auf National- und Ständerat verteilt.
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Die Staatsgewalt ist auf drei Gewalten verteilt: Legislative (Parlament) macht die Gesetze, Exekutive (Bundesrat) führt sie aus, Judikative (Gerichte) spricht Recht. «Gewalt» meint hier Macht, nicht Gewalttätigkeit.
Welche Versicherung im Gesundheitswesen ist Pflicht?
- Alternativmedizin-Versicherung
- Zahnmedizinische Versicherung
- Zusatzversicherung
- Obligatorische Krankenpflegeversicherung
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Nur die Grundversicherung (KVG) ist obligatorisch: Sie muss innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme in der Schweiz abgeschlossen werden. Zahn- und Zusatzversicherungen sind freiwillig.
An wie viele Länder grenzt die Schweiz?
- 3
- 4
- 5
- 6
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Fünf: Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Liechtenstein. Liechtenstein wird oft vergessen.
Grösster Kanton (Fläche)?
- Zürich
- Bern
- Graubünden
- Wallis
Antwort anzeigen
Graubünden mit rund 7105 km². Bern ist flächenmässig zweitgrösster Kanton, Zürich der bevölkerungsreichste — gefragt ist die Fläche.
Was ist die Serafe?
- Steuerbehörde
- Radio/TV-Abgabe
- Krankenkasse
- Pensionskasse
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Die Serafe erhebt die obligatorische Radio- und TV-Abgabe von rund CHF 335 pro Haushalt und Jahr — unabhängig davon, ob ein Gerät vorhanden ist.
15 Fragen für den Kanton Graubünden gratis üben
Häufige Fragen
- Wie lange muss ich im Kanton Graubünden wohnen, um mich einbürgern zu lassen?
- Neben 10 Jahren Aufenthalt in der Schweiz gilt im Kanton Graubünden diese Wohnsitzfrist: 3 Jahre. Zusätzliche Fristen der Gemeinde sind möglich.
- Welche Sprachkenntnisse brauche ich im Kanton Graubünden?
- B1 mündlich, A2 schriftlich (Mindestanforderung Bund). Der Nachweis gilt für die Amtssprache am Wohnort (Deutsch, Rätoromanisch, Italienisch).
- Wie läuft der Einbürgerungstest im Kanton Graubünden ab?
- Format: Gespräch. Details und Termine erhalten Sie bei der zuständigen Einbürgerungsstelle von Kanton oder Gemeinde.
- Wo reiche ich das Einbürgerungsgesuch im Kanton Graubünden ein?
- Je nach kantonalem Recht bei der Wohngemeinde oder beim Kanton. Der Kanton Graubünden hat 100 Gemeinden; Ihre Gemeinde informiert über den genauen Ablauf.
Quellen
- Staatssekretariat für Migration (SEM): Ordentliche Einbürgerung
- Kanton Graubünden: offizielle Informationen zur Einbürgerung
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr; massgeblich sind die Informationen von Kanton und Gemeinde. Swiss Citizen ist eine unabhängige Lernplattform und nicht mit Behörden verbunden.